Die Anfänge des Goldbergbaus reichen zurück bis in alte Ägypten. Bereits um 2000 v. Chr. wurde dort, in einem Gebiet, das die heutigen Länder Ägypten, Saudi-Arabien und Sudan umfasst, Gold abgebaut. Damals dürfte kaum mehr als eine Tonne pro Jahr produziert worden sein.
Gold war ein beliebtes Zahlungsmittel, aber es diente den Ägyptern auch für Verhandlungen mit den Völkern an den Grenzen ihres Reiches und es spielte eine bedeutende Rolle in ihrer Außenpolitik. Der Goldbergbau wurde deshalb sehr sorgfältig organisiert. Im Römischen Reich wurden dann bereits fünf bis zehn Tonnen pro Jahr produziert, und zwar vor allem auf der Iberischen Halbinsel und in Nordafrika. Gold war in erster Linie aufgrund seiner Schönheit begehrt und diente zur Herstellung von Schmuck, Zierrat und Skulpturen...
Bereits lange vor den spanischen Eroberungen verarbeitete man in den andinen Hochkulturen im heutigen Peru Gold, das man ab 1200 v. Chr. in den Flussbetten fand.
Das so gewonnene vollkommen reine Gold wurde rasch verarbeitet und in sehr dünnen Scheiben zum Vergolden und Verzieren verwendet. Ab 500 v. Chr. verfeinerten die Völker im Süden des heutigen Peru ihre Technik und mischten Goldstaub u. a. mit keramischen Stoffen, wodurch sich äußerst hochwertige Gegenstände herstellen ließen.
Im Königreich der Chimú (150–1450 n. Chr.), im Norden des heutigen Peru, begann man dann Techniken aus Mexiko zu übernehmen und Gold bei sehr hohen Temperaturen zu verarbeiten. So ließen sich komplexe Gegenstände mit verschiedensten Bestandteilen, wie z. B. Platin, herstellen, die anschließend mit pflanzlichen Säuren behandelt wurden.
Nach der Eroberung durch die Inka bekam das Gold dann einen außerordentlichen Stellenwert – es wurde zum Symbol für den Sonnengott Inti. Die Hauptstadt der Inka war bis hinein in die Gärten mit Gold geradezu bedeckt, mit Tier- und Pflanzennachbildungen aus Gold und Silber. Um ihren Bedarf an Gold zu decken, entwickelten die Inka bereits sehr früh komplexe Bergbautechniken.
Obwohl die Verwendung von seltenen Metallen und Edelmetallen immer mehr abnimmt, ist sie bei der Herstellung gewisser Endprodukte und der Anwendung mancher Produktionsmethoden weiterhin unerlässlich. Bei seltenen Metallen handelt es sich z. B. um Titan, Kobalt, Vanadium und Molybdän, bei Edelmetallen um Gold, Silber, Platin und Palladium. Abfälle, die seltene Metalle bzw. Edelmetalle enthalten, findet man im Druckereigewerbe, im Bereich der Fotoreproduktion, in den Labors der Foto- und Filmindustrie, in Einrichtungen der medizinischen Radiologie, bei der Schmuckherstellung, in Goldschmieden sowie bei der Oberflächenbehandlung. Erhebliche Mengen von seltenen Metallen und Edelmetallen sind zudem in elektronischen Geräten enthalten.